„Bezahlbares Wohnen setzt gemeinwohlorientierte Baugesellschaften voraus. Mit ihrem Grundsatzbeschluss zur Gründung einer kommunalen Wohnungsgesellschaft leistet die Stadt Radolfzell dazu einen wesentlichen Beitrag,“ erklären der Vorsitzende des Mieterbunds Bodensee, Winfried Kropp und der Mieterbund-Sprecher für Radolfzell, Günther Weiss. Der Mieterbund bedankt sich ausdrücklich bei Oberbürgermeister Simon Gröger und der Mehrheit des Radolfzeller Gemeinderats, die in der letzten Sitzung den Weg für die städtische Gesellschaft frei gemacht haben.
Die Kommunalpolitik beweise so, dass sie nicht einfach den Wohnungsmangel beklage, sondern ihre Handlungsmöglichkeiten aktiv nutze, stellt Günther Weiss heraus. Investitionen in den Wohnungsbau seien langfristig angelegt, betonte der Mieterbundvorsitzende Winfried Kropp. Deshalb löse eine kommunale Gesellschaft kein Problem von heute auf morgen. Werde das Unternehmen der Stadt nachhaltig geführt, könne es aber wie in der Nachbarstadt Konstanz mittelfristig wichtige Beiträge zur Bekämpfung der Wohnungsnot leisten. „Jetzt hat die Stadt Radolfzell dafür den Grundstein gelegt,“ betont Günther Weiss.
„Wir freuen uns, dass künftig auch die Menschen in Radolfzell von der umfangreichen Förderung des Bundes und des Landes zugunsten des sozialen Wohnungsbaus profitieren werden,“ sagt Winfried Kropp. Der Mieterbund appelliert an die Verwaltung, die notwendigen Planungsarbeiten nun zügig anzugehen, damit auf den Grundsatzbeschluss bald die formale Gründung des Radolfzeller Wohnungsunternehmen folgen könne.
Der Mieterbund Bodensee bietet 8500 Mitgliedern Beratung im Mietrecht, Rechtsschutz und Interessensvertretung gegenüber Politik und Gesellschaft. In Radolfzell und Umgebung gehören etwa 1500 Mieterhaushalte dem Mieterbund Bodensee an.
