Höhere Mieten als in Frankfurt oder Düsseldorf

12. März 2019 | Von | Kategorie: Aktuell, Konstanz

Konstanz gehörte auch im vergangenen Jahr zu den 30 teuersten Städten für Mieter hat der neue Mietspiegelindex des Forschungsinstituts F+B ergeben. Hohe Mieten für neu abgeschlossene Mietverträge treiben nicht nur in Konstanz, sondern bundesweit das gesamte Mietpreisniveau nach oben, meint Winfried Kropp, der Sprecher des Mieterbunds Bodensee zu den neuen Zahlen. Die Werte des Mietspiegelindex machten deutlich: „Mietspiegel brauchen eine breitere Berechnungsgrundlage“. Die Bundesregierung müsse daher den versprochenen Gesetzentwurf zur Neuregelung der ortsüblichen Vergleichsmiete unverzüglich auf den Weg bringen.

Platz 15 der teuersten 30 Städte

Konstanz belegt im Mietspiegelindex 2018 Platz 15 unter den 30 teuersten deutschen Städten. Das Mietpreisniveau ist um knapp ein Viertel höher als im Bundesdurchschnitt. Damit seien die Mieten für Konstanzer Haushalte höher als in den teuren Großstädten Frankfurt und Düsseldorf, sagt Mieterbund-Sprecher Winfried Kropp. Dabei unterschätze die Methodik des Mietspiegelindex noch das derzeitige Konstanzer Mietniveau: Da aus Konstanz die Werte der letzten Mietspiegel-Fortschreibung aus dem Jahr 2017 berücksichtigt wurden, lägen die tatsächlichen Preise über den ermittelten Werten.. Dies erkläre auch, warum Konstanz in dieser Tabelle von Platz 13 auf Platz 15 „abgerutscht“ sei.

Mieterbund Bodensee fordert neue Regeln für Mietspiegel

Der Mieterbund Bodensee fordere daher, das Verfahren der Mietspiegelberechnung zu verändern: „Es müssen alle Mietverhältnisse, die in den letzten zehn Jahren neu geschlossen  oder angepasst wurden, in den Mietspiegel eingerechnet werden“, sagte Kropp. Nur so könne der Mietspiegel die ortsübliche Vergleichsmiete zutreffend abbilden. Derzeit werden nur die Daten der letzten vier  Jahre berücksichtigt. „Viele günstige und faire Mieten sind daher gar nicht mehr mietspiegelrelevant,“ kritisierte er.

Versprechen des Wohngipfel noch nicht eingelöst

Im vergangenen September habe die Bundesregierung auf dem Wohngipfel angekündigt, dass der maßgebliche Berechnungszeitraum von vier Jahren verlängert werde. Doch bis jetzt habe das zuständige  Ministerium keinen Gesetzentwurf vorgelegt, bedauert Winfried Kropp. „Wir haben daher die Bundestagsabgeordneten Andreas Jung (CDU) und Johannes Fechner (SPD) aufgefordert Druck zu machen,“ sagte Kropp. „Wenn die Regierung schläft, muss der Deutsche Bundestag handeln.“

2019 kommt neuer Mietspiegel in Konstanz

Der Konstanzer Mietspiegel wird 2019 neu aufgestellt. Erstmals soll er auch unter Beteiligung der Gemeinden Allensbach und Reichenau erarbeitet werden. Das Land Baden-Württemberg fördert die gemeinsame Mietspiegelerstellung verschiedener Gemeinden mit einem Zuschuss.

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