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Vonovia: Konstanzer Mieter zahlen für Monopoly

Die Immobilienkonzerne Vonovia und Deutsche Wohnen fusionieren. Die Rechnung zahlen die Mieter, auch in Konstanz.

„Wenn der größte deutsche Immobilienkonzern den zweitgrößten aufkauft, müssen die Mieter der beiden Unternehmen die Rechnung bezahlen,“ sagt der Vorsitzende des Mieterbunds Bodensee Herbert Weber zur geplanten Fusion der Unternehmen Vonovia und Deutsche Wohnen. In der Stadt Konstanz sind 625 Mieter von der Börsentransaktion betroffen. Sie müssen, so die Sorge des Mieterbunds Bodensee, mit weiter steigenden Mieten rechnen.

Bereits jetzt haben Konstanzer Vonovia-Mieter alle 15 Monate eine Mieterhöhung im Briefkasten. Die Mieterhöhungsbriefe würden automatisch aus einer Datenbank erstellt, um die gesetzlichen Spielräume in vollem Umfang auszunutzen, so Weber. „Mit diesem Geld, geht Vonovia seit Jahren einkaufen.“ So habe das Unternehmen große Wohnungsbestände in Schweden, Österreich und Frankreich übernommen. Doch das Übernahmeangebot  für die Aktionäre der Deutschen Vonovia wäre die bislang größte Transaktion auf dem deutschen Immobilienmarkt. Über 18 Milliarden Euro soll Medienberichten zufolge die Vonovia für den Konkurrenten geboten haben.

„Dieses Monopoly-Spiel bedroht die Existenz von über einer Million Mietern“ ergänzt Winfried Kropp, Pressesprecher des Mieterbunds Bodensee. Vonovia hole sich das Geld für die Expansion aus den Taschen der Mieter. Denn die Aktionäre des Dax-Konzerns würden sicher nicht auf ihre Dividenden verzichten wollen. Von einem Euro Miete erhalten die Aktionäre derzeit 37 Cent Dividende.

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Immobilienkonzern Vonovia übernimmt Deutsche Wohnen
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