Zu wenige Wohnungen lassen die Mieten steigen

13. Juni 2018 | Von | Kategorie: Mieterbund Bodensee, Radolfzell

„Die Stadt Radolfzell braucht eine eigene Wohnungsbaugesellschaft.“ Diese Forderung erhob der Vorsitzende des  Mieterbund Bodensee, Herbert Weber auf der Bezirksversammlung des Mieterbunds in Radolfzell. Er lobte die Stadtverwaltung, weil sie 2017 erstmals eine verlässliche Übersicht über das Mietpreisniveau in einem Mietspiegel erarbeitet hat. Dieser zeige allerdings, wie teuer das Wohnen in Radolfzell geworden sei.

Immer mehr Mieterhöhungen

Immer mehr Menschen aus Radolfzell und Umgebung suchen daher bei Mieterhöhungen Hilfe in der Beratungsstelle des Mieterbunds. Diese erhielten nun verlässlicheren Rat, da der Mietspiegel endlich objektive Daten über das tatsächliche Preisniveau bereitstelle. Den Mietanstieg bremsen könne ein Mietspiegel indes nicht, sagte Weber. Die Daten sorgten für Transparenz auf dem Wohnungsmarkt. Nur mit Hilfe des Mietspiegels könne die  Mietpreisbremse in Radolfzell ihre schwacheWirksamkeit entfalten.

2018: Bezirksversammlung Radolfzell

Radolfzell braucht eine städtische Wohnungsbaugesellschaft

Der Mieterbund Bodensee werde seit kurzem zu den Beratungen des Runden Tischs Wohnen der Stadt Radolfzell hinzugezogen, doch ein gewünschtes Gespräch mit dem Oberbürgermeister Martin Staab kam bislang noch nicht zustande. Die Baupolitik der Stadt nütze den meisten Mietern wenig, so Weber. Denn die Neubauten könnten sich Menschen mit normalem Einkommen kaum leisten. Daher müsse die Stadt eine eigene Wohnungsbaugesellschaft gründen, die mit Zuschüssen des Landes Sozialwohnungen für Menschen mit kleinerem Geldbeutel bauen könne. „Es gibt derzeit viel Geld für den sozialen Wohnungsbau. Man muss es nur abrufen,“ schilderte Weber die Situation. Auf Initiative  von Vorstandsmitglied Günther Weiss führte der Mieterbund zahlreiche Gespräche mit anderen Verbänden wie dem Stadtseniorenrat.

Treue Mitglieder geehrt

Für 40 Jahre Mitgliedschaft im Mieterbund wurde Bernhard Bürgel geehrt. Herbert Weber betonte, dass der Mieterbund seine Leistungen für Mieter aus eigener Kraft anbiete und im Gegensatz zu vielen anderen Organisationen keine öffentlichen Zuschüsse erhalte. Dies gelinge nur, wenn Mitglieder dem Verband über viele Jahre die Treue halten.

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