Wohnen: Thema Nr. 1 in Konstanz

1. Juni 2014 | Von | Kategorie: Konstanz, Wohnungspolitik

Forderungen des Mieterbunds Bodensee an Stadtverwaltung und Gemeinderat.

Wer in Konstanz schon einmal eine Wohnung gesucht hat, weiß es: Wohnungen sind knapp. Und sie sind teuer. Immer mehr Mieter suchen in der Sprechstunde des Mieterbunds Rat, weil sie mehr Miete bezahlen sollen. Mittlerweile belegt unsere Stadt in der Rangliste der teuersten deutschen Städte den 21. Platz.  Nirgendwo steigen die Mieten bei einem Mieterwechsel so stark an wie in Konstanz. Nach einem Auszug zahlen neue Mieter durchschnittlich 2,43 Euro mehr als die Vormieter. Das ist ein trauriger, bundesweiter Rekord.
Gegen teure Mieten helfen nur mehr Wohnungen. Die fallen nicht vom Himmel, sondern entstehen nur durch konsequente Planung. Viele Menschen können die Mieten, die auf dem freien Wohnungsmarkt verlangt werden, nicht bezahlen. Daher reicht Wohnungsbau alleine nicht, es braucht auch sozialen Wohnungsbau für Menschen mit geringen und mittleren Einkünften:
Der Deutsche Mieterbund Bodensee fordert von der Kommunalpolitik in Konstanz:

5000 neue Wohnungen

In den nächsten zehn Jahren können bis zu 5000 neue Wohnungen entstehen, sagt das Handlungsprogramm Wohnen der Stadt. Der Mieterbund begrüßt diese notwendige Kurskorrektur der Stadt und fordert eine zügige Umsetzung.

Baugesetzbuch nutzen

Vorkaufsrechte, Städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen und Sanierungsgebiete sind verschiedene Instrumente des Baugesetzbuchs, mit denen Wohnungsbau und eine soziale Grundstückspolitik möglich wird.

Sozialer Wohnungsbau

Die städtische Wohnungsbaugesellschaft  WOBAK muss mit der Hilfe des Landes neue Sozialwohnungen für Menschen mit wenig Geld bauen. In jedem größeren Baugebiet muss Raum für sozialen Wohnungsbau eingeplant werden. Die WOBAK verlangt bislang Mieten, die unterhalb des Mietspiegels liegen. An dieser sinnvollen Praxis und an der sozialen Ausrichtung der WOBAK darf sich nichts ändern.

Keine Müllpolitik gegen Mieter

Wenn in Konstanz über Abfallgebühren diskutiert wird, führen oft  die Besitzer von Eigenheimen das große Wort. Der Mieterbund fordert faire Abfallgebühren für alle, die nicht auf Kosten der Mieter im Geschosswohnungsbau gehen dürfen.

Keine Grundsteuererhöhung

Die Grundsteuer kann auf die Mieter umgelegt werden. Mieter haben mit der letzten Grundsteuererhöhung einen großen Beitrag gegen Haushaltslöcher der Stadt geleistet. Die Konstanzer Grundsteuer ist auf hohem Niveau und darf daher nicht mehr steigen.

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