Wer bezahlt den Rauchmelder?

27. Oktober 2014 | Von | Kategorie: Mieter-Tipp

Die Uhr läuft. Ab dem 1. Januar 2015 müssen Wohnräume und Fluchtwege mit Rauchmeldern ausgestattet sein. Das Gesetz ist klar, sagt der Vorsitzende des Mieterbund Bodensee e.V., Herbert Weber: Für den Einbau des Rauchmelders ist der Vermieter zuständig So steht es in § 15 der Landesbauordnung. Daraus folgt, die Wohnungseigentümer müssen auch die Kosten für Anschaffung und Einbau tragen. (Bild: Stefan Poost – pixelio.de)

Beim Mieterbund häufen sich mittlerweile Beschwerden. Denn manche Hausverwaltungen versuchen mit einem Umweg, die Kosten auf die Mieter umzuwälzen, indem sie die Geräte anmieten. Die Rechnung dafür sollen Mieter als Betriebskosten bezahlen. Doch das ist rechtswidrig, sagt Herbert Weber. Dies hätten bereits erste Gerichte bestätigt, so der Mieterbund.

Mieter müssen allerdings den Einbau von Rauchmeldern dulden, und dem Vermieter oder von ihm beauftragten Handwerkern Zutritt zur Wohnung gestatten. Nach Einbau sind die Mieter für die Betriebssicherheit der Geräte verantwortlich. Sie müssen ihre Funktionsfähigkeit prüfen und gegebenenfalls Batterien wechseln. Übernimmt der Vermieter diese Aufgabe, z.B. indem er eine Firma mit einer jährlichen Funktionsprüfung beauftragt, kann er seinen Aufwand auch in die Nebenkostenabrechnung mit aufnehmen. Den geringen Betrag, der pro installierten Rauchmelder unter fünf Euro pro Jahr liegen wird, müssen Mieter dann bezahlen.

Der Mieterbund weist darauf hin, dass alle marktüblichen Rauchmelder installiert werden können. Dies gelte auch für Aktionsangebote der Discounter oder Baumärkte. „Rauchmelder schützen Leben,“ sagte Weber. Daher habe sich der Mieterbund lange für die gesetzliche Rauchmelderpflicht eingesetzt.

 

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