Wenn der Vormieter einen vollen Keller hinterlässt

10. Februar 2015 | Von | Kategorie: Mieter-Tipp

Meistens gibt es in einem Mehrfamilienhaus Kellerräume, die als Gemeinschaftsräume, Waschküche, oder Fahrradkeller genutzt werden. Mieter haben nur dann Anspruch auf einen eigenen und ganz konkreten Kellerraum, wenn dies im Mietvertrag vereinbart ist, erläutert Herbert Weber, der Vorsitzende des Deutschen Mieterbunds Bodensee e.V. Dann gehört der Keller zur Mietsache dazu , der Mieter kann ihn zur Aufbewahrung von Vorräten, Werkzeugen usw. nutzen. (Bild: Rainer Klinke – pixelio.de)

Beim Beginn des Mietverhältnisses muss der Vermieter die Kellerräume – genauso wie die Wohnräume selbst – leer und geräumt zur Verfügung stellen. Das bedeutet, Überbleibsel, Müll, alte Reifen oder Fahrräder des Vormieters gehören nicht in den Mieterkeller. Der Vermieter ist daher verpflichtet, den Keller rechtszeitig zu räumen. Gegebenenfalls. kann er die Sachen des Vormieters als Sperrmüll entsorgen, allerdings erst nach einer vorherigen Ankündigung. Haben die Sachen vermutlich noch einen bestimmten Wert, muss er sie möglicherweise an anderer Stelle zwischenlagern.

Den Mieterkeller darf der Vermieter auch nicht als eigenen Abstellraum nutzen oder, wenn er umbauen bzw. modernisieren will, als Lagerstätte für Baumaterialien. Kann der Mieter den Keller nicht nutzen, weil dieser mit Vermietersachen oder Vormietergerümpel vollgestellt ist, kann der Mieter die Miete kürzen. Üblich sind fünf bis zehn Prozent der Kaltmiete.

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