Grillen: Damit der Rauch nicht die Nachbarschaft gefährdet

30. Mai 2014 | Von | Kategorie: Mieter-Tipp

Im Sommer gibt es kaum etwas Schöneres als auf dem Balkon, auf der Terrasse oder im Garten zu grillen. Doch nicht jeder erfreut sich an den Grillkünsten seiner Nachbarn. Was sagt das Mietrecht dazu? Herbert Weber vom Deutschen Mieterbund Bodensee gibt Auskunft: „Grillen ist grundsätzlich erlaubt.“ Es gebe aber zwei wichtige Ausnahmen. So gebe es Mietverträge, die das Grillen auf Balkon oder Terrasse ausdrücklich verbieten. Daran müssen sich Mieter immer halten, sonst droht eine Abmahnung oder sogar die Kündigung. Das zumindest hatte das Landgericht Essen entschieden.

Aber auch ohne entsprechende Regelung im Mietvertrag dürfe dann nicht gegrillt werden, wenn Rauch in Nachbarwohnungen zieht. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Grill auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten steht. Bei wesentlichen Beeinträchtigungen durch Ruß, Rauch oder dichten Qualm liege sogar eine Ordnungswidrigkeit vor, die mit einer Geldbuße geahndet werden kann.

Auch wenn zum Beispiel zweimal im Monat oder dreimal im Jahr, nur nach Vorankündigung oder nur zwischen 17.00 und 22.00 Uhr vereinzelt gegrillt wird, müsse immer die Rauchbeeinträchtigung für die Nachbarn so gering wie möglich gehalten werden. Deshalb sollten, so Herbert Weber, Grillfreunde vom Holzkohlegrill zum Elektrogrill wechseln und, wenn möglich, mit Aluminiumschalen arbeiten.

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