Staatssekretärin besichtigt Vonovia-Wohnungen

22. Juli 2018 | Von | Kategorie: Aktuell, Konstanz, Vonovia

Mit der parlamentarischen Staatssekretärin im Umweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter, machte sich ein Mitglied der Bundesregierung vor Ort ein Bild über die geplanten Modernisierungen des Wohnungskonzerns Vonovia in der Konstanzer Schwaketenstraße. Die betroffenen Mieter machten der SPD-Politikerin deutlich, wie sehr sie von der drohenden Mieterhöhung belastet werden und kritisierten den unwirtschaftlichen und unökologischen Austausch einer  hochwertigen Wärmedämmung und sehr guter Fenster. Schwarzelühr-Sutter versprach den Mietern, beim Vorstand des Unternehmens kritisch nachzufragen, denn sie konnte ebenfalls keinen Sinn in der energetischen Modernisierung erkennen.

Herbert Weber und Winfried Kropp vom Mieterbund Bodensee forderten eine Änderung des Mietrechts. Das geltende Recht der Modernisierung sei eine Einladung für überteuertes Bauen zu Lasten der Mieter, die kaum Chancen haben, sich dagegen zur Wehr zu setzen. Selbst bei krassem Missverhältnis zwischen  Modernisierungskosten und Energieeinsparung müssten Mieter Baumaßnahmen dulden, die nur den Zweck verfolgen, die Mieten zu erhöhen. Der Mieterbund fordert einen Kostendeckel von 1,5o Euro je Quadratmeter und eine spürbare Senkung der Modernisierungsumlage von 11 auf  4 Prozent.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Waldshut-Tiengen ist seit 2013 Staatssekretärin im Umweltministerium. Mieterbund und
betroffene Mieter wollen bei der Politikerin um Unterstützung werben. Sie kritisieren die geplanten Erneuerung der Fenster und der
Wärmedämmung nach nur 15 Jahren. Die geschätzten Energieeinsparungen stünden in keinem Verhältnis zu den Kosten, die auf die Mieter
zukommen. Berücksichtige man den Lebenszyklus der PVC-Fenster und der verwendeten hochwertigen Dämmmaterialien, sei die Umweltbilanz der
Bauarbeiten eindeutig negativ.

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