Mietpreisbremse wirkt nur mit Mietspiegel

2. November 2015 | Von | Kategorie: Aktuell, Konstanz, Radolfzell, Singen

In den Städten Konstanz, Singen und Radolfzell gilt seit Sonntag, den 1. November die Mietpreisbremse. Nach einem Mieterwechsel darf demnach die Miete maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. (Bild: hdlg – pixelio.de) Der Vorsitzende des Mieterbunds Bodensee, Herbert Weber, begrüßt, dass die Landesregierung endlich eine Vorgabe des Bundes umgesetzt habe und bedankt sich beim Landtagsabgeordneten Hans-Peter Storz und bei Minister Peter Friedrich für die politische Unterstützung.

„Mieter müssen wissen, wie hoch die ortsübliche Vergleichsmiete ist,“ sagt Herbert Weber. Dafür brauchen sie eine objektive Information. „Diese kann nur ein Mietspiegel liefern,“ so der Mieterbunds-Vorsitzende. Er forderte die Oberbürgermeister der Städte Radolfzell und Singen auf, ihren Widerstand gegen einen Mietspiegel in ihrer Stadt aufzugeben.

Beide Städte haben einen Gutachterausschuss, der alle Grundstücke- und Wohnungsverkäufe auswertet und daraus eine Bodenrichtwerttabelle erstellt. Wer eine Immobilie kaufen will, erhält so eine umfassende, neutrale Informationsquelle. „Ich verstehe nicht, warum Bernd Häusler und Martin Staab Mietern eine vergleichbare Information verweigern.“

Die Mietpreisbremse verhindere extreme Preissprünge nach einem Mieterwechsel und schütze Wohnungssuchende vor extremen Auswirkungen des derzeitigen Wohnungsmangels. Die Mietpreisbremse könne keine neue Wohnungen schaffen. „Aber das ist auch nicht ihre Aufgabe“, weist Weber unzutreffende Kritik am Instrument zurück.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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